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Familie und Beruf (11.03.2021)

Für mehr Familienfreundlichkeit in Sachsen

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pregnant - PublicDomainPictures 17914, CC0 pixabay

Fragen und Antworten

Der Entbindungstermin wird normalerweise vom Frauenarzt bestimmt. Dieser rechnet anhand einer anerkannten Formel aus, wann Ihr Baby auf die Welt kommen wird. Allerdings kommen die meisten Babys in den zwei Wochen vor oder nach dem Termin zur Welt.

Vor der 12. SSW sollten Sie zu Ihrem eigenen Schutz Ihren Arbeitgeber noch nicht mit Ihrer Schwangerschaft konfrontieren, da die Gefahr einer Fehlgeburt zu diesem Zeitpunkt noch zu hoch ist. Sind die ersten drei Monate der Schwangerschaft überstanden, sollten Sie allerdings Ihren Chef benachrichtigen und gegebenenfalls ein Attest Ihres Arztes oder Ihrer Hebamme mit dem voraussichtlichen Geburtstermin vorlegen. Keine werdende Mutter ist verpflichtet ihren Arbeitgeber unverzüglich von der Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen. Allerdings stehen ihr dann die im Mutterschutz geregelten Maßnahmen nicht zu. Erst wenn der Arbeitgeber die Schwangerschaft an die staatlichen Arbeitsschutz– oder Gewerbeaufsichtsämter meldet, steht er fortan in der Pflicht, sich an das Mutterschutzgesetz zu halten.

Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin.

Die Schwangerschaftskonfliktberatung kann helfen, Hoffnungen und Befürchtungen zu besprechen und eine tragfähige Entscheidung zu treffen. Ob Sie sich entscheiden, das Kind zur Welt zu bringen oder die Schwangerschaft abzubrechen – in jedem Fall beinhaltet die Schwangerschaftskonfliktberatung auch das Angebot einer Nachbetreuung. Alles, was in der Beratung besprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht. Ziehen Sie einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung, sind Sie verpflichtet, eine Konfliktberatung in einer anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle oder bei einer niedergelassenen Ärztin oder einem Arzt mit einer staatlichen Anerkennung für Schwangerschaftskonfliktberatung wahrzunehmen. Unabhängig vom Ergebnis der Konfliktberatung wird am Ende des Gesprächs eine Beratungsbescheinigung ausgestellt. Entscheiden Sie sich für einen Abbruch, ist diese Bescheinigung Voraussetzung für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch.

Ein körperlicher Regenerationsbedarf, wie er bei einer Entbindung vorliegt, ist bei einer Fehlgeburt nicht gegeben. Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, sind allerdings nicht ungeschützt, sondern haben nach den allgemeinen Regelungen einen Anspruch auf ärztliche Betreuung und Behandlung.

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