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Familie und Beruf

Für mehr Familienfreundlichkeit in Sachsen

Erklärung zur Barrierefreiheit

Sucht und Suchtbewältigung

Suchterkrankungen sind weit verbreitet. Besonders Menschen in herausfordernden Situationen tendieren dazu. Also kann das Spannungsfeld Familie und Beruf teilweise der Auslöser einer Sucht sein.

Gründe für das Entstehen einer Sucht

  • Suche nach Entspannung
  • Ablenkung von Problemen
  • Körperliche oder nervliche Überlastung
  • Möglichkeiten zum Abschalten
  • Weg Leistungsfähigkeit zu erhöhen
  • Bekämpfen körperlicher oder nervlicher Symptome

Sucht entwickeln können Menschen zu ganz unterschiedlichen Dingen. Es gibt stoffbezogene Süchte wie z. B. die zu Alkohol, Medikamenten, Zigaretten oder Kokain. Dabei wird zwischen legal und illegal verfügbaren Drogen unterschieden. Darüber hinaus gibt es nicht stoffbezogene Süchte. Die bekanntesten Süchte dieser Art sind hier Spielsucht, Kaufsucht oder Sexsucht.

Die meisten Suchterkrankungen sind mittlerweile offiziell anerkannt. Ein Suchtkranker kann daher entsprechend Hilfe in Anspruch nehmen. Akute Auswirkungen einer Sucht sind also als Grund für Krankschreibungen, ärztliche Behandlung, Krankenhausaufenthalte und Therapiemaßnahmen anerkannt.

Es gibt in Deutschland auch unabhängig von medizinischer Betreuung breit gefächerte Hilfs- und Beratungsangebote für Suchtkranke und deren Angehörige und Freunde. Solche Angebote gibt es auch speziell für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die direkt oder indirekt mit Suchterkrankungen zu tun haben. Diese reichen von Informationsportalen im Internet über professionelle Hilfsorganisationen bis hin zu Selbsthilfegruppen, die direkt von Betroffenen betrieben werden.

Ganz wichtig bei der Bekämpfung einer Suchterkrankung ist immer die Erkenntnis, dass man es nur in sehr seltenen Fällen allein schaffen kann. Hier ist das Aufsuchen eines Arztes, die Inanspruchnahme von medizinischer und psychologischer Betreuung sowie der Besuch von z. B. Selbsthilfegruppen dringend zu empfehlen.

Aus Arbeitnehmersicht ist zudem besonders wichtig, die Suchterkrankung dem Arbeitgeber sowie der Krankenkasse gegenüber ehrlich mitzuteilen. Nur in diesem Fall tritt z. B. der Kündigungsschutz wegen Langzeiterkrankung ein.

Fragen und Antworten

Wie finde ich heraus, ob ich eine Suchttendenz oder Suchtkrankheit habe?

Eine Suchtproblematik liegt oft schon vor, lange bevor direkte Folgen wie Entzugserscheinungen, körperliche und nervliche Symptome oder z. B. eine Persönlichkeitsveränderung vorliegen. Haben Sie z. B. das Gefühl, einen bestimmten Stoff konsumieren zu müssen, um im Alltag, zurechtzukommen, haben Sie möglicherweise bereits eine Sucht oder Tendenz zu einer Suchterkrankung entwickelt.

In allen größeren deutschen Städten und Gemeinden gibt es eine zentrale Suchtberatung. Diese wird von der Stadt oder einer Hilfsorganisation (z. B. der Caritas) betrieben. Dort können Sie sich zunächst allgemein und anonym informieren. Sie erhalten aber auch konkrete Hilfe und Tipps zu möglichen medizinischen und therapeutischen Maßnahmen. Auch Kontakt zu örtlichen Selbsthilfegruppen erhalten Sie dort. Der Besuch der Suchtberatung sollte aber nicht als Ersatz einer ärztlichen Betreuung gesehen werden.

Das Problem bei einer Suchterkrankung ist, dass der Betroffene sein Problem selbst erkennen muss. Außer vielleicht der Äußerung von Besorgnis wird nur wenig zum Betroffenen durchdringen und etwas bewirken. Das Anbieten von Hilfe kann sicherlich nicht schaden, diese aufzwingen zu wollen führt aber meist zu einer Ablehnung oder Weigerungshaltung. Mehr als Anregungen, die Äußerung von Sorge und das Bitten, über das Problem nachzudenken, kann man als Außenstehender daher leider selten tun. Eine Ausnahme bietet sich, wenn der Suchtkranke sich selbst in akute gesundheitliche oder persönliche Gefahr begibt. Über Möglichkeiten in solchen Fällen informieren Sie sich am besten bei einer örtlichen Suchtberatung.

Co-Abhängigkeit ist selbst eine Sucht, sie betrifft die Menschen im Umfeld eines Suchtkranken. Co-Abhängige versuchen, dem Kranken zu helfen, ihn zu beschützen, zu warnen, zu erklären und das Verhalten vor anderen zu rechtfertigen. Das Hauptproblem einer Co-Abhängigkeit liegt darin, dass sie dem eigentlich Süchtigen das Leben erleichtert und dadurch seine Suchterkrankung möglicherweise verschlimmert wird.

Checkliste

Hilfreiche Links

Das Land Sachsen informiert in seinem Portal über Gesunde Sachsen in der gesamten Bandbreite über gesundes Leben in Sachsen. Sie finden Information zu den Themen Energie, Gesundheitsförderung, Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft und Veterinärwirtschaft.

Auf der Plattform Gesunde Sachsen gibt das Land viele detaillierte Informationen zum Thema Suchtprävention. Zudem erhalten Sie wesentliche Ansprechpartner, weiterführende Links, Videos und Publikationen.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz liefert Ihnen hier detaillierte Informationen über Suchtberatung und den möglichen Umgang mit Sucht.