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Familie und Beruf (11.03.2021)

Für mehr Familienfreundlichkeit in Sachsen

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road 2672029 - MichaelGaida, CC0

Fragen und Antworten

Eltern sind nicht dazu verpflichtet das Kindergeld an ihr Kind auszuzahlen, wenn das Kind minderjährig ist und noch zuhause wohnt. Die Eltern sind ihrem Kind gegenüber zu Unterhalt verpflichtet, wenn das Kind sich in einer Ausbildung oder in einem Studium befindet und selbst kein Einkommen hat. Das Kindergeld wird dem Unterhalt dann angerechnet. Eltern sind verpflichtet, eine Ausbildung zu finanzieren, danach ist das Kind in der Lage selbst für seinen Unterhalt aufzukommen. Die Eltern haben also damit ihre Pflicht getan.
Sollten die Eltern jedoch trotz Verpflichtung nicht für den Unterhalt aufkommen, kann ein Antrag zur Auszahlung des Kindergeldes gestellt werden. Voraussetzung ist hier aber, dass das Kind volljährig ist und einen eigenen Wohnsitz hat.

Kinderwohngeld ist eine Sonderform des Wohngelds. Die Höhe wird immer individuell berechnet und beim zuständigen Sozialamt beantragt.
Ein Kind hat Anspruch auf Kinderwohngeld, wenn die Eltern oder der Elternteil bei dem es wohnt ALGII bezieht. Außerdem muss das Kind aus eigenen Einnahmen den Lebensunterhalt bestreiten können (hier gelten Kindergeld und Unterhalt schon als Einkommen des Kindes).

Kinder haben kein Recht auf Taschengeld. Ihre Eltern sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet. Es ist allerdings gut, wenn Kinder lernen, mit Geld umzugehen und auch unabhängig von den Eltern Entscheidungen treffen.
Es ist nicht einfach, zu entscheiden wie viel Taschengeld die eigenen Kinder bekommen sollten. Deshalb gibt das Jugendamt Vorschläge dazu, wie viel Taschengeld angemessen ist, entscheiden müssen das trotzdem die Eltern.

  • Unter 6 Jahren: 1 Euro pro Woche
  • 6-7 Jahre: 2 Euro pro Woche
  • 8-9 Jahre: 3 Euro pro Woche
  • 10 Jahre: 14 Euro pro Monat
  • 11 Jahre: 16 Euro pro Monat
  • 12 Jahre: 20 Euro pro Monat
  • 13 Jahre: 22 Euro pro Monat
  • 14 Jahre: 25 Euro pro Monat
  • 15 Jahre: 30 Euro pro Monat
  • 16 Jahre: 35 Euro pro Monat
  • 17 Jahre: 45 Euro pro Monat
  • 18 Jahre: 70 Euro pro Monat(Die Vorschläge ab 16 Jahren gelten nur für Jugendliche, die noch kein eigenes Geld verdienen.)

Kinder unter 13 Jahren dürfen nicht arbeiten. Mit dem Einverständnis der Eltern dürfen Kinder im Alter von 13 und 15 Jahren ein paar Euro dazuverdienen. Aber nur leichte Arbeit (wie z. B. Kinderbetreuung, Prospekte verteilen, Gassi gehen mit dem Hund). Maximal 2 Stunden am Tag nach der Schule und nicht zwischen 18-8 Uhr. Das gilt auch in den Schulferien. Ab einem Alter von 16 darf der Jugendliche einen regulären Ferienjob annehmen und im Jahr 4 Wochen arbeiten.
Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, welche nicht mehr die Schule besuchen, dürfen bis zu 8 Stunden am Tag zwischen 8-20 Uhr arbeiten. Sie dürfen max. 5 Tage die Woche arbeiten. Somit sollen sie 2 freie Tage haben, wenn möglich aufeinanderfolgend. Jugendliche dürfen normalerweise Samstag nicht arbeiten. Es gibt Ausnahmen z. B. wenn die Arbeit des Jugendlichen in einer Gaststätte, offenen Verkaufsstelle, bei Musikaufführungen, ärztlichen Notdiensten etc. ist.
Dann muss der Arbeitgeber darauf achten, dass die 5 Tagewoche trotzdem eingehalten wird.

Checkliste

Dokumente

Jugendarbeitsschutz und Kinderarbeitsschutzverordnung

Welcher Beruf ist der richtige? Ein Praktikum kann bei der Entscheidung helfen.

Dokument öffnen

Bundesministerium für Bildung und Forschung – www.bmbf.de

Das BAfög – Online Broschüre

Kompaktinformationen rund um die Ausbildungsförderung

Dokument öffnen

Bundesministerium für Bildung und Forschung – www.bmbf.de

Hilfreiche Links

Logo von Bundesagentur für Arbeit

Praktikum machen

Verschiedene Fragen rund um das Thema Praktikum werden beantwortet.

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Logo vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Bafög online Beantragen (BMBF)

Antragstellung und alle wichtigen Informationen rund ums Bafög.

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🖾

Plattform für Schülerpraktika

Finden Sie Ihren Praktikumsplatz und erhalten Sie viele wichtige Hinweise zum Bewerbungsablauf.

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Logo vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Leistungen des Bildungspakets

Informationen was genau mit dem Bildungspaket gefördert wird und Anlaufstellen, wo man es beantragen kann.

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Logo von Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Über Bundesbetreuungsgeld – SMS Sachsen

Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 21. Juli 2015 stellt der Bund diese Leistung für Familien ein. Familien, die bereits Betreuungsgeld erhalten, können dieses jedoch für die gesamte Dauer der Bewilligung weiter beziehen.

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🖾

Hat ein Kind Anspruch auf sein Kindergeld?

Für Kinder erklärt: Hat ein Kind Anspruch auf Auszahlung von Kindergeld durch die Eltern.

Zur Webseite

Logo vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Was sind Leistungen für Bildung und Teilhabe?

Die Leistungen unterstützen Kinder und Jugendliche aus Familien mit wenig Geld, um Angebote in Schule und Freizeit nutzen zu können, die sie sich sonst nicht leisten könnten.

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